Vom Schnellental (Wülfingstr) aus sieht man auf der gegenüberliegenden Wupperseite das ehem.Fabrikgelände der Fa.Peter Schürmann & Schröder (PS&S). Bevor hier 1815 die Textilfabrik entstand, gab es zwei Hensenhämmer in Vogelsmühle mit den Vorbesitzern Fa.Bauendahl und Fa.Muhlinghaus&Korthaus.
Das den Platz prägende längliche Gebäude ist das sogenannte „Herrenhaus“ von 1871 (Vogelsmühle 18-20). Im Herrenhaus wohnten Leitende Angestellte von PS&S. Rechts vorne ist noch das Pförtnerhaus der Fabrik zu erkennen. Dahinter lagen Kontor, Betriebsküche und Speisesaal. Die Firma hatte ca. 250 Beschäftigte. Im Tal der Wupper wurde für alles gesorgt. Hinter dem Herrenhaus gab es einen Ev.Kindergarten. Am Ende des Platzes war rechts die Gaststätte Ernst Spannagel incl. einem Saalbau, der bis 1957 als Kino genutzt wurde. Bis in die 1960er gab es hier jährliche Ausstellungen der Hühnerzüchter, Kaninchenzüchter und Taubenzüchter.
Gegenüber der Gaststätte stand an einer Ecke des Platzes das Gerätehaus der Betriebsfeuerwehr. Diese hatte ihren Übungsplatz auf dem freien Gelände hinter dem Herrenhaus. Feuer war eine allgegenwärtige Gefahr in den Textilfabriken. Die laufenden Textilmaschinen, zunächst mit Treibriemen, später elektrisch betrieben, das Material an Wolle und die von vielen Flusen&Fäden geschwängerte Luft waren sprichwörtlich brandgefährlich. Nach einem Brand am 11. Februar 1860 wurde der große Fabrik-Mittelbau aus Holz durch einen Steinbau ersetzt.
Geht man weiter zur Landstr. L414, sieht man auf der linken Straßenseite langgezogene Backsteinbauten – Facharbeiterhäuser der Firma PS&S.