Etwa an der Stelle wo heute die Wupperapotheke zu finden ist, stand früher einmal die Gaststätte Brüser. Dieses Haus Nr.62 war eines der ältesten Häuser in der Keilbeck, erbaut 1869 von dem Wirt Richard Schneider. Die Gaststätte war bekannt und beliebt durch eingelegte Heringe und große Frikadellen. Neben dem Haus stand eine 15-18m hohe Tanne. Finanziert von den Geschäften der oberen Keilbeck wurde die Tanne mit Lichterketten alljährlich zum größten Weihnachtsbaum in Radevormald. Neben weiteren Geschäften an der oberen Keilbeck war im Haus Nr.69 lange die Metzgerei Holländer, zuletzt bis 2015 Metzgerei Kalkuhl.
An der etwas höher gelegenen Kreuzung Keilbecker Str. / Tuchstr. (Flurstr.) wurde 1868 vor Gründung der Ev.Gemeinde Dahlerau das Ev. Vereins-/Gemeindehaus erbaut, 1905 mit einer baulichen Erweiterung. Es wurde u.a. genutzt vom Posaunenchor Keilbeck, Ev.Männerkreis, Frauenverein, CVJM, … Später gab es hier in Haus Nr.79 das Baugeschäft Ebel.
In dem verklinkerten Haus Nr.61 mit einem Mansardendach wohnte einst die Hebamme Frau Wiebking. Viele Kinder wurden noch mit Hilfe der Hebamme in den Wupperorten geboren. Später gab es hier das Geschäft Heimtextilien – Böller.
Zwischen der Mittelstr. und der Hohenzollernstr. ist heute ein Kinderspielplatz. Dieser Platz war vor der heute vollständig umschliessenden Bebauung deutlich größer und hatte einen Brandteich. Unter Beteiligung des Dahlerauer Turnvereins (DTV) wurde eine ebene Sportfläche geschaffen. Neben Fußball fanden auch andere Veranstaltungen unter freiem Himmel statt, u.a. gab es mehrfach einen Zirkus. Spektakulär in den 1950er Jahren war der Auftritt der „Traber Renztruppe“ (Johann Traber – Familie, mit durchgehender Seiltänzertradition seit 1799). Auf einem Stahlseil in Höhe von ca. 18m von der Platzmitte bis über die Straße zum gegenüberliegenden Haus balancierten Artisten. Es fuhr sogar ein Motorrad darüber, während ein Artist einen Handstand auf dem Lenker des Motorrads machte.
Gegenüber dem Hohenzollernplatz gab es an der Keilbecker-Str. bis in die 1960er Jahre einen Polizeiposten. Der diensthabende Polizist Schiffer machte seine Rundgänge durch die Wupperorte. Parallel gab es in Dahlhausen auch einen Polizeiposten (Polizist Pionteck).