Bis Anfang der 1960er Jahre war die Brede das Ackerland des Herkingrader Bauern Hellemann. In den Nachkriegsjahren nach 1945 kam es zu erzwungenen, beengten Wohnverhältnisse in den Wupperorten. In Teilen der Wupperorte galt noch die Wohnraumbewirtschaftung. Dies führte zu dem Entschluss des Neubaugebietes „Brede“. Die Bauausführung in den Jahren 1960-1964 wurde für damalige Verhältnisse modern noch mit Kohleheizungen ausgeführt. Später erfolgte eine Nachrüstung mit Zentralheizungen. Die Brede wurde zu einem sehr beliebten Wohngebiet u.a. für Arbeiter der Textilfabriken im Tal zur Zeit des deutschen Wirtschaftswunders.
In Richtung zur oberen Keilbeck gab es damals die Gärtnerei „Blumen – Kanter“ (Keilbeck Nr.86) sowie eine Aral-Tankstelle. Der Ausbau des Wohngebietes in der Flurstraße erfolgte später.
Die Religionszugehörigkeit der Wupperaner ist sehr gemischt und typisch für diese Region des Bergischen Landes. Die große Zahl vorwiegend protestantischer Christen führte zu zwei Ev.Kirchengemeinden. Bis zum Bau der Ev.Kirche Dahlerau war der Besuch des Gottesdienstes mit einer Wanderung nach Remlingrade verbunden. In diesem Zusammenhang wird gerne eine kleine Geschichte um das Haus Nr.82 der oberen Keilbeck erzählt. Mit Augenzwinkern stellten Wupperaner die Frage : „Wo verläuft die Gemeindegrenze der Ev.Gemeinde Dahlerau und Kirchengemeinde Remlingrade ?“ Die richtige Antwort lautete : „Da wo Gott wohnt“. Und tatsächlich hat hier einst ein Bauunternehmer mit Namen Friedrich Gott gewohnt.