Der Anblick dieses Postkarten-Idylls erfreut das Herz eines jeden Eisenbahnfreundes, sei es als begeisterter Modellbbauer oder als Fotograf.
Dabei ist das Bahnhofsgebäude hier bereits „second hand“. Es wurde am Bahnhof Wermelskirchen abgebaut und in Teilen hierher transportiert. Ursprünglich war vorgesehen, das komplette Gebäude in Dahlerau wieder aufzubauen, aber das ließ dessen marode Bausubstanz nicht zu. So wurden nur wesentliche Holzteile aus dem alten Wermelskirchener Empfangsgebäude weiterverwendet. Neben der obligatorischen Bahnhofsgaststätte Dander gab es eine Expressstation, den Obst- und Gemüsegrosshandel Hermann Schöf sowie drei Kohlehändler. Auch der deutschlandweite Fahrradhandel „Peugeot Cycle“ von Hr.Stoffel hatte hier sein Standortbüro.
Die Gleisanlage war für das Verkehrsaufkommen ausreichend. Nur das Gleis an der Ladestr. erwies sich als zu kurz und musste verlängert werden. Am Bahnhof Dahlerau in Richtung Beyenburg nahm das tragische Zugunglück vom 27.Mai 1971 seinen Anfang. An das Leid der 46 Todesopfer, der Überlebenden sowie allen Angehörigen erinnern der Kommunalfriedhof in Radevormwald und ein Gedenkstein in der Wupperaue. Die Bahnlinie wurde 1975 mit Ausfahrsignalen ausgerüstet und der Personenverkehr im Jahr 1979 eingestellt. Heute kann die gesamte Strecke durch das wunderschöne Tal der Wupper mit Draisinenfahrten erkundet werden. Eisenbahnfreunde sind seit Jahren bestrebt die landschaftlich schöne Trassenführung als historische Bahnstrecke neu in Betrieb zu nehmen.