Verkehrsknoten Dahlhausen

An diesem Kreuzungspunkt fällt das Denkmal des damaligen Stauwehres auf. Die Wasserkraft im Tal der Wupper war lange nur schwer zu bändigen. Bis zum Bau der Wuppertalsperre gab es immer wieder Überflutungen. Die heute nicht mehr sichtbare Trikotagenfabrik von Albert Keil 1910-1935 stand deshalb etwas höher gelegen am Ende des Ülfetals in der Nähe der Ortseinfahrt Dahlhausen quer über der heutigen Landstr. L414 (Baujahr 1928). Hinter der „Keilschen Fabrik“ in Richtung Ülfetal war ein Stauteich (genannt Badeteich). Die heutige Straßenführung über die Wupperbrücke (Baujahr 1954) ersetzte den alten Fahrweg über den Fabrikhof der Firma Hardt Pocorny & Co. (HPC) mit einer älteren Steinbrücke.

Hinter dem Kontorgebäude von HPC aus dem Jahr 1868 steht der sogenannte „Der Flügel“, ältester Teil der Spinnerei aus dem Jahr 1830, vormals das Wohnhaus der Firma Bauendahl. Es wurde später als Wohnhaus für ledige Angestellte, danach als Färberei benutzt. Ebenfalls aus dem Jahr 1830 ist das Spinnerei-Gebäude mit ca. 75m Länge aus Bruchstein (errichtet noch von Fa.Bauendahl). Die Bürobrücke als Verbindung zum Spinnereigebäude wurde von HPC 1912 errichtet.

Beim Blick über die Wupperbrücke fällt das Viadukt der 1886 erbauten Eisenbahnlinie von Lennep über Krebsöge nach Dahlhausen sofort ins Auge.

Vom Viadukt aus kann man talabwärts nach links die Villa Hardt erkennen (Hardtstr. 33, 1873 noch ohne Balkon). Dort war vor dem Bau der Wupperbrücke 1954 noch ein gemeinsamer Park. Rechts das Haus Pocorny aus dem Jahr 1865. Die Häuser Hardbach 11, 18, 20, 22 waren Familienhäuser von HPC für leitende Angestellte (Prokuristen, Technische Leiter) – sogenannte Direktorenhäuser aus dem Jahr 1873.